Produktionen

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Pathos

DJ-Lecture-Performance

Das Pathos – zentraler Begriff abendländischer Geistesgeschichte – umfasst Aufregendes: Freude, Zorn, Liebe, Hass, Furcht, Mitleid, Scham, Eifersucht, Glück, Neid. 

Der Abend widmet sich mit Text, Video und Musik den „guten“ Momenten großer Gefühle, der Verbindung von kollektivem und individuellem Erleben, den Erlebnissen und Ereignissen, die sich tief ins individuelle emotionale Gedächtnis eingegraben haben.

Im Rahmen des be fringe-Festivals im Januar im Pumpenhaus Münster luden Harald Redmer und Helmut Buntjer bereits erfolgreich zur DJ-Lecture Performance. Für die Presse war der Abend „ein ebenso erhellender wie unterhaltsamer Einblick in die Welt der großen Gefühle“ (WN).

In der Performance werden Berichte von verschiedenen Menschen zitiert, die mir von ihren ganz persönlichen Pathos-Momenten geschrieben haben. Mein persönlicher Dank geht an sie für ihre Vertrauen.

Wer immer Lust hat, mir über seine/ihre Erlebnisse und Gedanken zum Thema zu schreiben, ist herzlich dazu eingeladen. Mail: redmer@phoenix5.de

Die Produktion entstand aus einer längeren Recherche zu Thema und wurde, die durch das Stipendienprogramm des Landes NRW gefördert wurde. Das Ergebnis dieser Recherche ist ein „Zettelkasten“ zum Thema, der in einem Video zusammengefasst wurde:

https://vimeo.com/manage/videos/542277574

Kennwort: Pathosformel

Zettelkasten to be continued.

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In meiner Zeit als Leiter des NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste hatte ich nur wenig Zeit für eigene künstlerische Arbeiten. Eine Theaterproduktion, 2 Filme, die ich gemacht habe und ein Film, in dem ich mitgespielt habe (s. Film). Immerhin.  

 
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Droste 700 Quadrat

Ein Raumerlebnis mit Werken Annette von Droste-Hülshoff

Regie: Harald Redmer  musikal. Leitg.: Helmut Buntjer  Capella Vocale Leitg. Daniel Lembeck

mit Carsten Bender, Marcel Kaiser, Beate Reker, Carolin Wirth

in Kooperation mit dem Pumpenhaus Münster

aus Anlass der Droste-Tage zeigten ein eigens für diesen Anlass zusammengestelltes Ensemble von Sprechern, einem Musiker, einem Chor und viele kleine Lautsprecher eine eigene Lesart, besser Hörart der Droste. Es war eine Auftragsarbeit in der sog. Vorburg von Burg Hülshof, den ehemaligen Stallungen des Anwesens. Auf 700 qm bot sich eine einzigartige Erlebnisfläche. Sprechchor und Musiker verschafften Lyrik eine räumlich physische Dimension. Die Zuschauer betraten einen visuell und akustisch aufgeladenen historischen Ort, Klangkörper und Imaginationsraum zugleich, Sprache, Sound und Stimmen über ihnen, vor ihnen, unter ihnen, um sie herum.

Vermeintliche Beschaulichkeit im Werk der Droste steht hier im Kontrast zur rohen Dimension des Raumes. Droste 700 Quadrat ist der Größe, der Weite, dem Monumentalen im Werk der Droste auf der Spur. Ihre Texte erfahren in der „großen Form“ neue Kraft und ihre über die Zeit hinaus reichende Bedeutung. Drostesche Dichtung und Erzählung wird übers beschaulich Historische hinaus hör- und erlebbar.

Aufführungen waren am 8. und 9. August 2015 auf Burg Hülshoff, Havixbeck

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Frühere Produktionen

Es gibt eine Reihe von Arbeiten aus der Vergangenheit, die mir besonders wichtig waren und sind. Dazu gehört die Eröffnungsproduktion des Pumpenhaus Münster aus dem Jahre 1985, Herz der Freiheit, Ausdruck eines hochenergetischen, kollektiven Schaffensrausches, auch Heiner Müllers Medeamaterial Verkommenes Ufer Landschaft mit Argonauten, eine Inszenierung unseres damaligen Leiters Gunther Möllmann, mit der wir schon in den Achtzigern zeigen konnten, das man im öffentlichen Raum gute Kunst machen kann. Persönlich wichtig war für mich meine einzige Solo-Arbeit Auf den Spuren des Yeti unter der Regie der von mir verehrten Künstlerin des ODIN Teatret Julia Varley. Meine erste Regiearbeit war eine Inszenierung von Kleist’s Penthesilea für 3 Schauspielerinnen.

Große Publikumserfolge waren die musikalischen phoenix5 – Produktionen Novecento, ein Duo mit meinem großartigen Kollegen und Trompeter Bruno Leicht. Danach kam Wasser löst – zusammen mit der Sängerin Nikola Materne und dem Pianisten Peter Kräubig, in gleicher Besetzung gefolgt von No Time Tolouse. Allesamt Produktionen, mit denen wir z.T. wochenlang in Münster im Hot Jazz Club gespielt hatten.

Für das fringe ensemble habe ich in rd. 20 Produktionen als Schauspieler, gelegentlich als Dramaturg und sehr oft als Koproduzent mit meinem Label phoenix5 gearbeitet. Angefangen hatte es mit den beiden internationalen Produktion fiction impossible und Kirschgarten mit lettischen Kollegen*innen und Partnern, Start vieler weiterer internationaler Koproduktionen des fringe ensemble. Danach kamen in schneller Abfolge: Zur schönen Aussicht / Geschichten + / Geschichten getürkt / Als ich im Sterben lag / Die große Freiheit / Das Treibhaus / Winter im Morgengrauen / Die heilige Johanna des Schlachthöfe / Völkerschlachten / Die Räubern / Der Kirschgarten / Macbeth over Europe – und n0ch einige mehr. 

(Wer im Archiv stöbern möchte – bitteschön: www.fringe-ensemble.de)